Zurück  Berichte-Auswahl Fenster schliessen

Lungenkrankheit COPD weiter im Vormarsch

Rauchen ist die Haupt-Ursache für COPD. Weil immer mehr Frauen und junge Mädchen rauchen, gibt es immer mehr COPD-Kranke. Und wird es in Zukunft noch viel mehr geben. Die Lungenkrankheit COPD beginnt schleichend und wird vorerst vom Betroffenen oft gar nicht als Krankheit wahrgenommen. Morgendlicher Husten mit oder ohne Auswurf ist meist das erste Anzeichen, dass sich eine COPD entwickelt. Viel später kommt dann Atemnot bei Belastung dazu, die vom Betroffenen aber auch oft als „Alterserscheinung" abgetan wird. Vor allem Raucher erkranken extrem häufig an COPD. Nur durch frühzeitige Erkennung und Behandlung der COPD kann das unaufhaltsame Fortschreiten dieser Krankheit beeinflusst werden. Deshalb sollten alle Raucher und Ex-Raucher über 40 einmal pro Jahr zum Lungenfunktionstest, auch wenn sie keine Beschwerden haben. Diese Untersuchung dauert nicht viel länger als eine Blutdruckmessung und ist völlig schmerzlos.

Rechtzeitige Behandlung entscheidend.

Ohne Behandlung bläht sich die COPD-Lunge mit der Zeit immer mehr auf, weil die Atemwege immer enger werden. Dadurch kann man nicht mehr richtig durchatmen. Die Leistungsfähigkeit sinkt ab. Schließlich werden auch geringe Anstrengungen wie Hausarbeit und Einkaufen zur Qual. Die Österreichische Gesellschaft für Allgemeinmedizin ÖGAM hat vor kurzem eine Empfehlung herausgegeben, wonach der Patient unter anderem den Schweregrad seiner Erkrankung beim Lungenfacharzt feststellen und die passende Behandlung verordnen lassen soll. Nur durch die rechtzeitige Untersuchung beim Lungenfacharzt lässt sich mit Sicherheit feststellen, ob eine COPD vorliegt und welche Behandlung notwendig ist. Danach übernimmt wieder der Hausarzt die Betreuung des Patienten.

Neue Hoffnung für COPD-Patienten. Je nach Schweregrad der Krankheit werden verschiedene Behandlungsformen eingesetzt. Mit modernen Medikamenten zum Inhalieren lassen sich die verengten Bronchien erweitern. Dem Lungenfacharzt steht heute auch ein neuartiges, kortisonfreies Medikament zur Verfügung, mit dem bisher ungeahnte Behandlungsergebnisse erzielt werden können. Auch regelmäßige körperliche Aktivität gehört zur Behandlung der COPD. Rechtzeitig erkannt und behandelt kann das Leben mit COPD für die Patienten lebenswert bleiben.

Unter www.copd.at finden sich weitere Informationen zur Krankheit sowie ein Test, wie hoch Ihr persönliches COPD-Risiko ist.  

Erschienen in der „Bezirkszeitung Ausgabe 39, 28.09.2005.