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Schnelleres Reaktionsvermögen durch Rauchen?

ÖAMTC gegen ein Rauchverbot. 18-05-05

Der Vorsitzende des parlamentarischen Verkehrsausschusses im Nationalrat Kurt Eder hat einen Nachdenkprozess zum Thema Rauchen am Steuer angeregt. Der ÖAMTC steht allerdings einem gesetzlichen Verbot skeptisch gegenüber. Schon vor mehr als 25 Jahren hat der österreichische Oberste Gerichtshof in einem Richtung weisenden Urteil festgestellt, dass Rauchen am Steuer zum Beispiel im Zusammenhang mit dem Bücken nach einer heruntergefallenen Zigarette - grobe Fahrlässigkeit in der Kasko-Versicherung bedeuten kann. „Die Versicherung wird leistungsfrei, der Fahrzeugbesitzer muss seinen Schaden selbst bezahlen", erläutert ÖAMTC  Chefjurist Hugo Haupfleisch die Rechtsfolgen.

ÖAMTC gegen ein Rauchverbot. Auf eine negative Auswirkung eines Rauchverbots hat schon der ehemalige Gesundheitsminister Franz Löschnak hingewiesen. Schließlich existieren Untersuchungen, die eine Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit von Rauchern aufzeigen. „Untersuchungen wollen nachgewiesen haben, dass es zu einer Beeinträchtigung bei Tätigkeiten kommen kann, die hohe Aufmerksamkeit und schnelles Reaktionsvermögen erfordern, wenn Rauchen untersagt ist:  Haupfleisch steht daher einem allfälligen gesetzlichen Verbot des Rauchens am Steuer skeptisch gegenüber. Ge- und Verbote (nicht nur im Straßenverkehr) haben nur dann einen Sinn, wenn sie gesellschaftlich akzeptiert und von der Polizei überwacht werden können. Betrachtet man die Befolgung der seit Jahren geltenden Gurten- Anlegepflicht bzw. des Verbots des Telefonierens am Steuer, wäre einem mit Strafe sanktionierten Rauchverbot am Steuer wohl ein gleiches Schicksal beschieden.

Bericht in "Bezirkszeitung Nr.19", Mai 05

Mein Kommentar: Leider scheinen die ÖAMTC Juristen noch nicht die große Gefahr des Herumhantierens eines Rauchers mit seinem Rauchzeug, bewusst zu sein. Schade eigentlich da ich den Club eigentlich als sehr Sicherheitsbewusst weis. Ihr Exraucher