Kampf dem Qualm!

Ich brauche es nicht  Nichtrauchen als coole Alternative: unter diesem Titel startet in Salzburg in Kooperation mit der Pädiatrischen Pneumologie des Kinderspitals. des Arbeitskreises für Vorsorgemedizin (avs). der Landessanitätsdirektion der Lungenambulanz der LKS und der Naturwissenschaftlichen Fakultät in Salzburg 1(Prof. Dr. Weiglhofer), im vergangenen Jahr ein völlig neu entwickeltes Rauchpräven­tionsprogramm für Salzburg.

Nichtraucherkompetenz entwickeln.

30 Prozent aller Jugendlichen beginnen zwischen ihrem 13. und l5. Lebensjahr zu rauchen. Das Salzburger ‚(Ich brauch‘s nicht -Projekt soll Jugendlichen helfen. Nichtraucherkompetenz zu entwickeln, ihr Selbstbewusstsein zu stärken und Eigenverantwortung zu übernehmen“, so Prof. Dr. Joset Riedler von der Kinderlun­genambulanz der Landesklinik für Kinder und Jugendheilkunde. ..Gemeinsam mit Salzburg‘s Pädagogen wollen wir erreichen.

dass Nichtrauchen wirklich eine coole Alternative wird. Unser Projekt ist innovativ und alterna­tiv. beinhaltet interaktive moder­ne Kommunikationsmittel. und die Mitarbeit macht garantiert Spaß‘. so Riedler. Die Zielgruppe sind 6.500 Schüler/innen (1 Schülerin­nen im Alter von elf bis zwölf Jahren, die in über 90 Schulen im Bundesland erreicht werden sol­len. „Bei diesem Projekt geht es allerdings nicht darum, mit erhobenem Zeigefinger Jugendliche vom Rauchen abzuhalten, son­dern erstmals wird versucht. durch Schulung von Kompeten­zen wie Selbstbewusstsein, Eigenverantwortlichkeit. Handlungsfähigkeit Jugendlichen zu helfen. dem sozialen Druck zu rauchen standzuhalten.

Kooperation mit Schulen.

“ Der Grund, warum gerade an Schulen diese Aktion läuft und breite Unterstützung  findet. ist einleuchtend: Studien haben bewiesen, dass die Schule oder zumindest das umliegende Schulgelände häufig der Ort ist,  an dein Jugendliche am meisten rauchen und genussvoll zur Ziga­rette greifen — mehr noch als in anderen öffentlichen Räumen. Im  eigenen Elternhaus oder bei Freunden. Einzigartig an diesem Projekt ist auch die Dauer der Unterstützung. Die Schüler wer­den drei Jahre begleitet wobei jedes Jahr auf einen anderen Schwerpunkt Wert gelegt wird.

Schweres Erbe.

Die Aussichten, dass die Anti- Raucher Kampagne Erfolg hat. waren angesichts der Erfahrungen nicht berauschend. Dutzende Anti- Tabak- Aktionen haben nichts genützt. Ganz im Gegenteil, heute rauchen mehr Österreicher/innen als je zuvor.

umso erfreulicher: Die Zwischenergebnisse nach dem ersten Jahr machen Mut. Der Anteil der Nichtraucher bei den Schülern. die beim Projekt teilgenommen haben, ist von 85.5 auf 89.2 Pro­zent gestiegen. Auch die Einstellung der Schüler zum Rauchen hat sich geändert. So empfinden mittlerweile viele den blauen Qualm als „uncool‘‘ beziehungs­weise „ekelig“. Auch die leidigen Vorurteile wie‚ durch Rauchen wirkt man erwachsener oder ‚‚Rauchen macht schlank‘‘ konn­ten abgebaut  werden.

Für heuer lautet der Schwerpunkt der Salzburger Kampagne ‚‚Rauchen in der Gruppe‘‘. und wenn der Trend anhält, wird man auch im nächsten Jahr mit so erfreulichen Zwischenergebnis­sen rechnen können.

Korrekt 19.Mai 2004                   Fenster schliessen